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About

Über mich

Micha in der Sonne von Port Andratx"Iss das Leben mit dem großen Löffel!" ist eine wirklich tiefschürfende Lebensweisheit aus dem Bamboocha-Spot eines Brauseherstellers. Wahrscheinlich exakt das, was mir auf dem neben stehenden Bild durch den Kopf ging, während ich die letzten warmen Sonnenstrahlen des Novembers am Hafen von Port Andratx in vollen Zügen geniessen konnte. Und überhaupt gehöre ich wohl zu der Sorte Mensch, die zwar tief in den rationalen Ecken des Verstandes unglaublich konservativ sind, aber dennoch in Irrungen von Spontaneität immer genau das versuchen anzugehen, was sie aus vollem Herzen wünschen. Da geht es dann nicht um Beamten-gleiche Sicherheit oder materiellen Reichtum in Alltag und Berufsleben. Vielmehr geht es primär darum, seinen oder einen Platz im Gefüge dieser Welt zu finden und sich dort wohl zu fühlen! Naiv, blauäugig und nicht selten risikoreich. Aber bis dato blieb der große Sturz ins Nichts oder der ernüchternde Realitätsschock aus, so dass ich diesen Traum gerne weiterträume...

Hintergrund

Geboren Ende der 60'er Jahre des letzten Jahrtausends in Moers am Niederrhein und aufgewachsen im Örtchen Neukirchen-Vluyn, in dem ich nach kleinem Abstecher ins Ruhrgebiet immer noch lebe, kam die schillernde Welt der Schaltkreise und digitalen Medien in Form eines Atari VCS 2600 in mein Leben. Gut ein Jahrzehnt nach meiner Geburt wurde dann nach langen Diskussionen mit meinen Eltern ein C64 daraus (Diskussionen deshalb, da ich durch die "Atari-Vergangenheit" eher zu einem Atari 400 tendierte, während mein Dad die "echten" Tasten des Commodores einfach "seriöser" fand. Danke für diese Beeinflussung - übrigens nicht die letzte, bei der sie im Grunde absolut richtig lagen. Und das trotz vehementer Resistenz-Anstrengungen meinerseits...), auf dem die ersten Gehversuche in BASIC und später auch Assembler unternommen wurden. Es folgten wie bei so vielen jungen Menschen der damaligen Zeit ein AMIGA (500) und irgendwann ein erster PC (386er).

Nachmittags nach der Schule wurde mit gleichgesinnten Freunden zu dieser Zeit an rudimentären Spielen programmiert (u.a. Hu-Bert, ein Q-Bert-Klon für den AMIGA. Erst in unterschiedlichen amiga-spezifischen BASIC-Dialekten und später in C. Diese letzte Version schaffte es sogar in eine der großen Public-Domain- und Shareware-Sammlungen der damaligen Fan-Szene), da für uns die Computerwelt ja in erster Linie mit Unterhaltung in Verbindung stand. Irgendwie stand für mich damals fest, dass ich später eigentlich nichts beruflich "mit Computern" machen wollte und es immer ein Hobby bleiben sollte - auch wenn die Affinität und das KnowHow definitiv vorhanden war.

Nach meiner Bundeswehrzeit bei wildeshauser Verrückten, die sich mit einem Stück Stoff aus fliegenden Kisten stürzten (und für die ich eine Datenverwaltung der Waffenkammerbestände nebenbei schrieb), heuerte ich Anfang der 90'er im Studiengang Kommunikationswissenschaft an der Universität GH Essen an. Das Interesse für diesen Studiengang war in erster Linie dadurch geweckt worden, dass ich die Geschichten um Roboter-Psychologin Susan Calvin von Isaac Asimov liebte und in Essen in eben genau diesem Studiengang Grundlagen der KI (Künstliche Intelligenz) vermittelt wurden. Leider musste ich schnell erkennen, dass dieses Thema seit Mitte der 80'er immer weiter zurückgefahren wurde und nur noch im Ansatz vorkam. Dafür kamen jetzt hippe Modeworte wie "Multimedia" und "Interaktion" auf.

Da der Studiengang trotz der KI-Ansätze eher von Theoretikern, Philosophen und "Fussgängern" belegt und geleitet wurde, war ich mit meinen semi-sinnvollen Computer- und Programmier-Kenntnissen so etwas wie der Einäugige unter den Blinden und gestaltete in den kommenden Jahren unter Leitung Professor Dieter Krallmanns die "multimediale" Zukunft dieses massiv Studiengangs mit - was am Ende im ersten Internet-Lehr-/Lern-Projekt der Kommunikationswissenschaft gipfelte (als an anderen Stellen das World Wide Web gerade mal entdeckt wurde).

Während dieser Zeit gipfelte mein Privatleben in der Geburt meines Sohnes Lukas und letztendlich in der Notwendigkeit das Studium zu Gunsten erweiterter Verdienstmöglichkeiten und neuer Herausforderungen zu beenden.

Immer offen für Neues und Veränderung entdeckte ich beim Zappen durch Deutschlands Fernsehlandschaft Ankündigungen für einen neuen Sender bzw. eine neue Sendung, die sich dem Internet als Medium verschrieben hatte, um alltägliche Themen der jungen Generation zu präsentieren - NBC GIGA, der Sender, bei dem ich mich kurze Zeit später als Redakteur bewarb. Später holte mich dann mein "Background" ein und ich übernahm die Leitung der so genannten WPU (Web Production Unit), die sich neben nahezu jedem Design für Web, Print und TV auch die komplette Konzeption und Umsetzung diverser (Online-)Projekte des Senders auf die Fahnen schreiben konnte. Mehrere Onlinestars und ein Grimme Online Award waren ein Teil des "Lohns" für unsere Experimentierfreude...

Nach knapp acht Jahren zog es GIGA in eine andere Region und eine andere organisatorische Richtung, und ich brach Anfang 2006 auch zu neuen Herausforderungen auf. Zusammen mit der DFA (Deutsche Fernsehnachrichten Agentur), der TNEG (The New Economy Group) und dem Sender NRW.TV wurde gut ein Jahr an neuen Formaten und Projekten in der deutschen TV- und Online-Landschaft gebastelt.

Zwischenzeitlich versuchte ich mein Glück in selbständiger Form als Projekt-Manager, Autor, Berater, Trainer und ab und an auch als Web-Entwickler. Im März 2008 ereilte mich dann erneut der GIGA-Ruf und ich begleitete das Projekt als Editorial Director bis die damaligen Gesellschafter beschlossen den Laden aufgrund des weltweiten Wirtschaftskrisenalibis zu schließen.

Nach Abschaltung der TV-Hälfte übernahm IGN Entertainment GIGA.DE und machte mir und zwei weiteren ehemaligen Kollegen das Angebot die Seite nach unseren inhaltlichen Vorstellungen und unter unserer Pflege als reines Web-Projekt weiterlaufen zu lassen.

Zwei Jahre in dieser Konstellation waren dann aber auch irgendwie genug für "Leib & Seele", so dass ich Ende 2010 den Kollegen in Köln und Übersee "Adieu" sagte und erneut nach neuen Abenteuern Auschau hielt.

Da man ja nicht jünger wird und die Phase zwischen Ende 2007 und Ende 2010 gehörig an Kraft und Nerven gezerrt hat, verordnete ich mir jetzt erst mal eine längere Auszeit, um für mich selbst zu sortieren, was ich kann, was ich möchte und wie es weitergehen könnte. In dieser Zeit experimentierte ich (da ich die Finger ja doch nicht stillhalten kann) unter dem Namen "kwobb" mit Audio- und Videopodcasts und versuchte mir nebenbei die Programmierung unter Xcode für Mac OS und iOS anzueignen.

Doch auch das wird sicherlich nicht die letzte Station für mich bleiben. Wer weiss, welche Thematik, Aufgabe und Herausforderung mich als nächstes wo auch immer hinverschlägt. Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Hoffnungen sind da - was daraus wird, werden wir sehen, wenn ich diese Seite irgendwann um neue Absätze erweitere...

Handwerkliches

Für einen Großteil meiner Aufgaben wird die "klassische" LAMP-Architektur (Linux, Apache, MySQL und PHP) verwendet. Privat und lokal eher MAMP - das erste "M" steht dann für Mac (OS X).
Als Browser kommen primär Safari und Camino - aber auch Firefox, Internet Explorer und Opera (um die Designs, Projekte und Webpages ausgiebig zu testen) - zum Einsatz. Editor meiner Wahl ist momentan Textmate. Das Ganze auf meinem MacBook Pro als "Entwicklungssystem".

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